Fertig

Vor zwei Wochen habe ich Sie fertiggestellt:

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Meine Projektarbeit – etwas länger als gedacht, aber sie hat es auch in sich!

Ich bin froh, das ich damit durch bin! Ich hatte viel Spaß daran, mehr über die Themen zu erfahren, aber die Doppelbelastung mit einem neuen Job und dem Studium ist manchmal schon einfach viel. Das ich jetzt zumindest diesen Teil hinter mir hab, nimmt mir doch ganz schon Druck raus. Jetzt steht noch die Vorbereitung der Präsentation an und dann die Präsentation selber.

Physisch geht es wieder bergauf. Momentan bin ich auf mich alleine gestellt, weil sich die Versicherung etwas quer stellt. Das ist besonders blöd, weil die Diagnose mittlerweile etwas anders ausschaut. Ich hab mittlerweile einen neuen Orthopäden der festgestellt hat, das sämtlich Ärzte (Orthopäde, zwei Radiologen, Hausarzt und Neurologe) die Bilder nach dem ersten Befund nicht mehr angeschaut haben. Der erste Radiologe hatte einen Bandscheibenvorfall nicht aufgeführt in seinem Bericht, deshalb gingen bisher immer alle davon aus, dass es sich lediglich um Vorwölbungen handelt. Tja, das erklärt auch so ein bisschen, warum ich immer wieder so heftige Schmerzattacken hatte und sich mein rechtes Bein so kraftlos anfühlt. Der Orthopäde hat noch bevor er die Bilder vom MRT gesehen bemerkt, das mein rechter Gluteus Maximus deutlich kleiner ist als der linke! Wenn ich auf dem rechten Bein stehe kann mich mit dem kleinen Finger aus dem Gleichgewicht bringen.
Zumindest weiß ich seitdem woran ich arbeiten muss. Ich arbeite jetzt auch an meiner Kraft in den Beinen und im Po. Rumpf-, Bauch- und Rückenmuskulatur werden weiter trainiert und ich mache wieder mehr Stabi-Training. Auch die wenig geliebte Mobility-Einheiten werden jetzt noch etwas ausgebaut und ich bin sehr zuversichtlich, das ich bis zum Ende des Sommers wieder mehr als 5 Kilometer am Stück laufen kann.

Ganz nebenbei verliere ich den Gedanken an einen Mini-Triathlon nicht aus den Augen und versuche mich am Kraulschwimmen. Mühsam ist alles, was ich dazu sagen kann. Ich hasse Kraulschwimmen, ich bekomme es einfach nicht hin! Ich habe immer gedacht, das meine Ausdauer durch das Laufen echt gut ist – beim Schwimmen bekomme ich Schnappatmung!

Druck

 

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flow oder fight?

Beim Laufen gibt es bei mir zwei Modi:

Flow und Fight

Flow
Das sind die Läufe bei denen alles passt, man sich wohl fühlt und man ewig weiterlaufen könnte. Manchmal dauert es auch bisschen bis ich in diesem Modus ankomme. Ich schaffe das meist nur bei Läufen die länger gehen als eine Stunde.
Das sind die Läufe, wegen denen ich das Laufen angefangen habe und weshalb ich immer wieder zum Laufen zurückkomme. Das sind die Läufe auf die ich hinfiebere, solche Läufe möchte ich wieder erleben. Denn hier kommt Laufen dem Fliegen am nächsten. Die Geschwindigkeit? – völlig egal, meist eher langsam, manchmal aber auch erstaunlich schnell!

Beim Fight-Modus gibt es für mich noch drei Sub-Varianten:

Fight –  Ich will Vollgas und hau rein
Ich will mich abreagieren, es zischen lassen, der schlechten Laune davonlaufen oder die gute Laune rauslassen.
In dem Modus laufe ich meine besten Intervalle – Lange GLA-Läufe funktionieren da gar nicht. Momentan versuche ich beim Laufen überwiegend in diesen Modus zu kommen. Schließlich sind gerade rein physisch nur Intervalle  angesagt.

Fight – Der Körper ist langsam und mag nicht
Die Beine sind schwer, selbst die Arme schwingen nur mühsam mit. Und schnell, das geht heute gar nicht. Dieses Gefühl beim Laufen stellt sich ehrlicher Weise dann ein, wenn ich übermüdet, überlastet oder sonst wie angeschlagen bin. Wenn ich dann trotzdem laufen will um den Kopf frei zu bekommen, dann ist das diese Art von Kampf, bei der man den Kopf über den Körper stellt. Das sind die Läufe die es einem schwer machen dran zu bleiben, denn besonders wirkungsvoll auf den Trainingserfolg bezogen sind sie meist nicht.

Fight – Der Kopf hat keinen Bock
Da ist einfach nur das Gefühl, ich sollte Laufen gehen, Lust habe ich aber nicht wirklich. Allerdings sollte das Trainingspensum schon gehalten werden. Also geh ich doch, allerdings unmotiviert und das endet in der Regel ganz ähnlich wie wenn ich laufe, obwohl der Körper nicht mag. Es sind frustrierende Einheiten, die man eben absolviert. Ob sie immer Sinn machen? – Ich zweifle mittlerweile daran und mache seit meinen Bandscheiben-Problemen solche Einheiten nicht mehr.

Wenn ich also trotz der Tatsache, das Kopf oder Körper keinen Bock auf Laufen mehr haben, das Bedürfnis habe zu trainieren, gibt es momentan viel Alternativ-Training.
Das macht derzeit einfach auch mehr Sinn. Ich versuch insgesamt noch mehr Core-Stabilität und -Kraft aufzubauen und auch das ungeliebte Dehnen / Mobility versuche ich dann in solchen Einheiten umzusetzen.

Bringts was? – Zumindest sagt mir mein Gefühl, das es besser für meinen Körper ist, wie eine erzwungene Laufeinheiten an der ich keinen Spaß habe.
Und ehrlich gesagt geht es mir auch nicht so leicht aus dem Kopf, das mir mein Physio bei der letzten Stunde nochmal nahe gelegt hat doch die Sportart zu wechseln. – Deshalb vermeide ich gerade Einheiten, die entweder der Kopf oder der Körper nicht will.