Personal Coach – Nur eine Möglichkeit seine Ziele zu erreichen?

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Trainer, ja oder nein?

Nadin von Eiswürfel im Schuh hat kürzlich einen Blog-Beitrag geschrieben zum Thema Trainer, und ob/warum es sinnvoll sein kann sich einen zu suchen.

Ich mache mir darüber Gedanken seitdem ich mehr will, als nur ein paar Kilometer zu joggen. Von dem Moment an, als ich meinen ersten Halbmarathon vor Augen hatte (bei dem ich nie angetreten bin, weil ich die Woche davor den Blinddarm raus bekommen habe) wollte ich dabei Unterstützung. Ich wollte sicher sein, das Training richtig und sinnvoll anzugehen. Damals hatte ich einen Trainingsplatz beim KRZ-Team gewonnen und war dadurch super ganzheitlich vorbereitet.

Als dann der erste Marathon gemeldet war, war mir klar, ich möchte den Weg nicht alleine gehen. Deshalb: Ich bin absolut PRO Trainer. Und das obwohl ich seitdem ich 16 bin laufe. Ich war immer unverletzt und ohne Trainer, Verein oder Sportstudio.

Die Hauptgründe die für mich dennoch für ein Training mit Trainer sprechen, sind

  1. Ich trainiere gezielter und damit spare ich Zeit und Einheiten, die mir keinen Fortschritt bringen.
  2. Es hilft mir Verletzungen vorzubeugen.
  3. Es hilft mir nach Verletzungen vernünftig zu trainieren und nicht Zielen hinterherzuhetzen, die mit Trainingsrückstand nicht mehr zu schaffen sind.

Nachdem im letzten Jahr klar war, dass ich meine Marathon- und Triathlonziele für 2018 begraben kann, war Sport bis März so ziemlich das unwichtigste überhaupt. Es ging von 200% ratz fatz auf 0%. Um mir da wieder einen Ausweg zu zeigen, brauchte es dann meinen Hausarzt und Sportmediziner, der mir einen Ausweg mit seiner Aussage schaffte: „Frau Müller, wenn Sie wieder laufen wollen, müssen Sie viel mehr Muskeln aufbauen! Und wenn wir mit Proteinen nachhelfen müssen. Außerdem sollten Sie sich einen Personaltrainer suchen, der Sie gezielt dabei unterstützt“ – Der Gedanke war also naheliegend, das Thema mit der Kraft nicht alleine anzugehen.

Von der ersten Kontaktaufnahme Ende Januar 2018 hat es dann dennoch bis Mitte August gedauert. Neben vielen Kleinigkeiten, die das ganze immer wieder aufgeschoben haben, war es vor allen Dingen mein „Schweinehund“ – ich wollte nicht mit jemandem trainieren, der mich eigentlich in einem ganz anderen Fitnesszustand kennt. (Max hatte mir schon geholfen die notwendige Kraft für den ersten Marathon aufzubauen – mein bis heute schnellster…) – Blödsinniger Gedanke im Nachhinein! Genau dafür brauchte ich ja Unterstützung, endlich wieder fit werden um sich in gewohnten Gefilden bewegen zu können. Seitdem ich das überwunden habe geht es langsam aber stetig bergauf.

Und deshalb hab ich demnächst quasi sogar drei Trainer:

  1. Max, der dafür sorgen soll, das mich mein Körper künftig wieder schmerzfrei durch die Gegend trägt und dafür, dass ich gezielt Muskulatur aufbaue.
  2. Ein Trainer als Hilfe und Unterstützung bei der Lauftechnik. Ab März will ich noch mehr Augenmerk auf die Lauftechnik legen. Bis dahin, muss ich neben mehr Rumpfstabilität (Trainer 1) einfach noch mehr Grundlagenausdauer erreichen. (Stichworte für die Arbeit mit Trainer hier: Trittfrequenz, Schrittlänge, Bodenkontaktzeit und vertikales Verhältnis). Hier unterstützt mich hoffentlich der Lauf-Flo, der bei den letzten Verletzungen immer als Aufbauhilfe in der Physio geholfen hat.
  3. Beim Schwimmen: Ich habe mich endlich überwunden, meine Hass-Disziplin anzugehen (und nein, es ist keine Love-Hate-Relationship, es ist nur Hass und Verzweiflung – egal, wie sehr ich versuche es mir schönzureden.) Ab März mache ich vier Wochen lang zwei Trainingseinheiten die Woche Schwimm-Technik-Training. Hoffentlich bin ich dann bis zur Freibadsaison so fit, dass ich die 50 Meter Bahn nicht mehr als Marathon empfinde…

Vielleicht ist es übertrieben gleich so ranzugehen, wenn man kein Profi-Sportler ist. Aber mit jedem Rückschlag (die gibt es leider immer noch regelmäßig) merke ich, dass es gut ist, wenn man beim Aufstehen nach jeder Unterstützung greift, die man bekommen kann.

Es nimmt mir die Angst im Umgang mit mir selbst. Ich kenne meinen Körper so nicht und das Training mit Trainer und Trainingsplan ist da einfach perfekt um mir die Unsicherheit zu nehmen. Außerdem sehe ich mit jedem neuen Trainingsplan, dass es Fortschritte gibt. – Auch wenn ich immer noch nicht das Gefühl habe, dass es so ist.

Meine persönliche Meinung ist also ganz klar. Trainer? – Ja, aber ich würde nicht mit jedem X-beliebigen trainieren. Abgesehen vom Schwimm-Trainer kennt mich jeder mit dem ich trainiere schon in unterschiedlichen Verfassungen und genau deshalb können sie mich am Besten unterstützen. Bequem ist das nicht immer, aber wie heißt es so schön:

„Life ist not meant to be lived in your Comfort-Zone“

Zum Schluss noch, ja, es ist ein teurer Spaß. Aber, und das musste ich auch auf die harte Tour lernen, die Krankenkassen lassen einen leider oft im Stich wenn man sie am nötigsten braucht. Um nicht wieder in die Situation zu kommen, Physiotherapien selber zahlen zu müssen ist die Investition in einen Trainer dann doch die 1. günstigere und 2. vorbeugendere Variante!

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Wo stehe ich gerade?

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Lange ist der letzte Blogbeitrag her.

Eigentlich habe ich einen halbfertigen Eintrag über den Staffel-Triathlon an dem ich teilgenommen habe.
Ich habe darüber geschrieben, wie viel Spaß es gemacht hat, wie toll es war mal wieder an einer solchen Veranstaltung dabei zu sein. Das alles ist richtig, aber irgendwie hatte ich keine Lust darauf ihn zu veröffentlichen.

Ich denke, es hat keine Rolle gespielt. Ich trainiere, ich laufe auch wieder. Ich arbeite auch regelmäßig mit einem Personaltrainer. All das tut mir unglaublich gut. Aber der Bandscheibenvorfall hat mich lange blockiert. Sowohl körperlich als auch mental. Das ich zwischendurch zweimal heftig gestürzt bin und mehrwöchige Sportpausen in Kauf nehmen musste hat da nicht geholfen. Meinen Rücken kann ich nach solchen Pausen nicht gleich wieder belasten.
Für mich heißt das: Nach jeder Pause brauch ich erst wieder die volle Stabilität und das Vertrauen in meinen Core um wieder zu laufen. Ein kontinuierliches Training war dieses Jahr so kaum möglich.

Aber jetzt: Seit circa einem Monat kann ich wieder aufbauen, ich werde stärker und komme endlich vom „Gesundheitstraining“ weg.
Ich habe so Bock auf Kraft und Stabilität und das einzige, das mir gerade so fehlt, sind die langen Herbstläufe am Samstagmorgen.
Ich bin seit 6 Wochen dabei mit meiner neuen Pulsuhr ein Trainingsprogramm für einen 10-Kilometer-Lauf abzuspulen. Am 31.12 werde ich an einem Silvesterlauf teilnehmen und denke mit dem Garmin-Anfängerprogramm sollte das auch mit meinem Rücken gelingen. Die „langen“ Läufe sind also Läufe mit 40 Minuten im GLA-Bereich. Das ist mäßig spannend, wird aber schon einfacher und runder. Und Intervalle sind ja auch immer noch dabei um mich herauszufordern. Die haben es auch in sich, obwohl ich das nicht gerne zugebe… (Mein Ego ist beim Laufen schon ein bisschen angekratzt davon, dass ich so stark abgebaut habe.)

Dafür merke ich gerade, dass sich meine kontinuierlichen Trainingseinheiten mit den Physiotherapeuten und die Arbeit mit dem Personaltrainer langsam auszahlt. Jetzt zieht auch hier das Training wieder an. Ich bekomme mehr und mehr Kraft in meinen Körper. Der Trainingsplan meines Trainers hilft mir auch die Defizite im rechten Oberschenkel durch den Bandscheibenvorfall und die zu späte Diagnose wieder auszugleichen und wieder sicher im Umgang mit meinem Körper zu werden.

Take your time – recharge – come back stronger

 

 

Kampfunfähig, Gehirnjogging, Belohnungszentrum

1. Kampfunfähig

Die letzte Woche war körperlich betrachtet eine Katastrophe. Nachdem ich Montags Training in der Physio hatte ging es kontinuierlich bergab. Jeden Tag ging es meinem Rücken schlechter. Immerhin war es nur eine kurze Arbeitswoche. Körperlich war die aber die pure Qual. Um den Arbeitstag zu überstehen musste ich wieder auf starke Schmerzmittel zurückgreifen. Diese machen aber meinen Kopf matschig und langsam. Nicht gut für die Arbeit und schon gar nicht gut für meine Abschlussarbeit im Studium.

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Eine der wenigen wirklich erträglichen Körperhaltungen, wenn der Schmerz wieder da ist.

Donnerstags bin ich in die Physio geschlichen und mein Physio hat mich wieder  etwas begradigt und meine Trainerin hat mich aufgebaut und zusammengeklebt. Das war der zweite heftige Rückschlag in den letzten vier Monaten. Rückenschmerzen sind ja kein Drama und auch kein Grund sich so aufzuführen, als wäre dass das Ende der Welt. Aber es zerrt so sehr an meinen Kräften und die heftigen Tabletten ziehen mich ziemlich tief runter. Wenn ich die starken Tabletten weglassen kann, geht es nach ein paar Tagen dem Kopf auch wieder besser und ich kann wieder weitermachen. Es ist einfach lächerlich das Rückenschmerzen so einen Kampf auslösen können.

2. Gehirnjogging

Ich habe seit Montag 2,5 Wochen Urlaub. In dieser Zeit will ich meine Projektarbeit schreiben. Deshalb hat mich meine schlechte Verfassung in der letzten Woche auch so richtig runtergezogen. Ich hatte extreme Bedenken, weil mich diese zweite Abschlussarbeit für mehrere Stunden am Tag an den Schreibtisch fesselt und sitzen momentan nicht meine Lieblingskörperhaltung ist. Ich habe schon meinen Vorsatz, die Arbeit in dieser Zeit weitestgehend fertig zu bekommen, davonschwimmen sehen. Aber heute lief es richtig gut und mit meinem Plan immer 1h-1,5h zu schreiben, dann eine halbe Stunde Pause zu machen bin ich auch ganz gut durchgekommen.

 

Außerdem kam mir heute die Idee, dass ich mir ja eine kleine Belohnung verdient habe, wenn ich die Arbeit Ende Juni abgeben muss.

3. Belohnungszentrum

Schon seit Monaten hadere ich mit mir, weil ich mir endlich eine neue Laufuhr kaufen will. Mit meiner Polar M400 hatte ich von Anfang an immer wieder Probleme und auch wenn wir unsere Kopplungsdifferenzen und etliche Abstürze mit Unterstützung des kulanten Polar-Services hinter uns gelassen haben und ich sie trotz ihrer Macken echt lieb gewonnen habe, wird es doch Zeit für mich langsam nach einem neuen Begleiter zu schauen. Schon alleine, wenn es jetzt doch vermehrt Richtung Triathlon gehen soll zeigt die M400 ihre Schwächen. Sie kann nicht mehrere Sportarten hintereinander, sie kann beim Schwimmen keinen Puls messen und und sie kann keine Bahnen zählen.
Ich schaue mich also schon seit einer Weile nach Alternativen um. Und ich hab mich auch ein wenig verguckt. Mein Herz schlägt für die Garmin Fenix 5s. (ich hoffe, bei Garmin ist mir niemand böse, dass ich das Bild entwendet habe)

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©garmin.com

Aber die ist ja sooooo teuer. Deshalb hadere ich jetzt auch schon seit einem halben Jahr und wälze Angebote und warte darauf, dass ich vielleicht irgendwann ein Schnäppchen mache und sie für 350€ erwische. Damit wäre sie immer noch mein bisher teuerstes Sportgadget. (Das Trekkingrad habe ich von meinem Dad übernommen, als er sich ein E-Bike zulegte)

Na ja, sei es drum. Ich habe mir vorgenommen, diese Uhr gibt es als Belohnung, wenn ich meine zweite und letzte Abschlussarbeit für Studienabschluss Nummer drei abgegeben habe. Das ist natürlich eine enorme Arbeitsmotivation. Also geht es morgen früh wieder frisch weiter. (Ich glaube, ich drucke mir das Bild aus und hänge es mir an meine Tür…)

 

Watte im Kopf, Pudding in den Beinen und kribbelnde Arme

Das Aprilwetter ist immer noch gigantisch und deshalb hat es mich auch heute wieder zu meinen Vorfuß-Intervallen gezogen.

Die Beine machen das momentan auch schon ganz gut mit, nur mein Kopf kommt diese Woche irgendwie nicht hinterher. Kennt ihr das? Das Wetter ist gigantisch, ihr habt richtig gute Laune, euch läuft eigentlich alles gut von der Hand, aber bei der kleinsten Anstrengung taucht da dieses komische Gefühl im Hinterkopf auf.

So ging es mir dann heute auch beim Laufen. Ich hatte mir insgesamt 9,2 Kilometer vorgenommen. 1 Kilometer einlaufen und dann 4x 1550m „schnell“ + 500m gehen. Der Anfang war auch noch völlig in Ordnung doch beim ersten Intervall hab ich schon gemerkt, dass es mühsam wird. Mein Hinterkopf wurde watteweich und ich hab schnell wieder etwas Tempo raus genommen. Aber eigentlich dachte ich, dass ich immer noch ein ganz gutes Tempo deutlich unter einem 6er Schnitt haben müsste. Ich bin also das erste Intervall zu Ende gelaufen und dachte ich kann die 500m vielleicht zwischen durch auch mal laufen, eben deutlich langsamer. Da der Puls aber einfach nicht runter wollte musste ich doch gehen. Beim zweiten Intervall lief es dann eigentlich ganz gut. Auch da war ich überzeugt davon, ich wäre recht schnell unterwegs…
Bei den letzten beiden Intervallen habe ich dann Probleme bekommen, das watteweiche Gefühl im Hinterkopf ging nicht mehr weg, die Beine waren wie Pudding und die Arme fingen an zu kribbeln. So macht das Laufen dann nicht mehr ganz so viel Spaß, ich hab deutlich Tempo rausgenommen und zum Auslaufen nur noch ein bisschen Lauf-ABC gemacht. Ich bin dann gemütlich nach Hause, denn da hat schon leckeres Essen auf mich gewartet (Ich liebe grünen Spargel). Frisch geduscht, gestärkt und wieder fit hab ich mir  dann meine Einheit genauer angeschaut – mein Zeitgefühl war auch schon mal besser…

 

 

 

 

 

 

Ich habe es getan – schon zweimal

und es war gut! So gut, dass ich es jeden Tag tun könnte.

Deutschland, April 2018. Bisher hat sich das Wetter von seiner allerbesten Seite gezeigt.
Meine Beine jucken, wenn ich in der Arbeit bin. Sie schreien beinah „Feierabendrunde, raus mit dir“

Letzte Woche am Samstag konnte ich dann nicht mehr anders. Es musste sein. Ich musste laufen. Ich war sehr vorsichtig, hab sehr genau auf meinen Körper gehört. Ich habe extrem darauf geachtet, dass ich meine Bauchmuskulatur auf Spannung halte und bin nur Vorfuß gelaufen. Ich bin Vorfuß nicht gewohnt. Ich finde es zwar unproblematisch zwischen Fersen- und Vorfuß-/Mittelfußstil zu wechseln, meine Beinmuskulatur ist aber einfach (noch) nicht darauf ausgerichtet längere Strecken Vorfuß zu überstehen. Deshalb bin 4x 1500m gelaufen und habe dazwischen immer 500m Gehpausen eingelegt. Nach drei Monaten Laufpause ist auch die Kondition nicht ganz da wo sie hingehört und scheinbar brauchen meine Lungen noch ein bisschen um sich wieder voll zu entfalten.

Aber es hat so viel Spaß gemacht und hat so gut funktioniert, dass ich es dieses Wochenende gleich wieder probieren musste. – Schon alleine weil heute eigentlich mein Marathon gewesen wäre und die beste Frau schlappe 3:41:20h gebraucht hat. Ich hätte mit meiner Vorbereitung ne Altersklassenplatzierung bekommen, vermutlich sogar einen Platz auf dem Podest – Nervt es mich? Ein bisschen schon! Und deshalb musste ich dieses Wochenende auf jeden Fall wieder raus an dir Luft. Meine Wadenmuskulatur braucht aber noch Zeit um sich daran zu gewöhnen und ich merke schon auch, dass ich meinen Rücken nicht überfordern darf. Slowly does it…

Laufgier

Ich habe mich letztes Jahr als (stellvertretende) Beauftragte für Chancengleichheit aufstellen und wählen lassen. In dieser Funktion war ich heute in Stuttgart-Hohenheim zum halbjährlichen Erfahrungsaustausch an Stuttgarts zweithöchstem Arbeitsplatz nach dem Fernsehturm.

Aber warum erzähl‘ ich das und was hat das mit Laufen zu tun? – Nun ja, von der Terrasse des Besprechungsraums hat man einen gigantischen Blick. Einen gigantische Blick vor allem über mein Laufstrecke Bärenseen – Schloß Solitude…

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Das letzte Mal bin ich hier vor über zwei Monaten gelaufen. Es ist eine meiner bevorzugten Laufstrecken, da man hier überwiegend durch den Wald läuft und die Strecke zu Beginn recht lange bergauf geht, man aber den Vorteil hat, die letzten Kilometer nur noch talwärts zu laufen.

Lieblingsrunde

Was ich nicht wusste als ich im Januar hier lief, war dass das für lange Zeit das letzte Mal ist. Schon eine Woche später kam dann meine vorerst letzte Laufrunde. Vermutlich hätte ich mich etwas mehr angestrengt, wenn ich das gewusst hätte…
Na ja, auf jeden Fall hat mich heute richtig das Lauffieber gepackt, als ich diese Aussicht gesehen habe. Noch heftiger wurde es, als mir am Ende auf dem Weg zu S-Bahn eine Gruppe von Läufern entgegen kam, die offensichtlich auf dem Weg zu den Bärenseen war. Die letzten Tage war bombastisch gutes Laufwetter und es juckt mich in den Zehen, die Schuhe zu schnüren. Ich vermisse den „Laufwind“ um die Nase, die Freiheit beim Laufen und das Gefühl einfach loslassen zu können und drauflos zu rennen.
Nicht weiter verwunderlich also, dass ich eigentlich heute meinen Physio fragen wollte, ob ich nicht wenigstens langsam wieder eine kleine Runde laufen kann.

Ich würde hier jetzt gerne den Ton vom Zonk abspielen (kennt das hier überhaupt noch jemand?). Zu meiner Frage kam es nämlich gar nicht. Mein Physio fing zu Beginn der Behandlung damit an über das MRT zu sprechen:
Die Vorwölbungen und der Scheuermann würden viele Probleme der letzten Jahre erklären und ehrlicherweise sprächen sie nicht unbedingt dafür, dass mein Körper zum Laufen gemacht ist. Ich soll mir überlegen, ob nicht andere Sportarten sinnvoll sind.
Tja, nicht ganz so hart hatte ich das schon von meinem Hausarzt gehört, wobei der sich eher auf meine Marathon“karriere“ bezogen hat. Ich könnte durchaus wieder laufen, nur die Langstrecken sollte ich weglassen.
Ich bin nicht begeistert, gar nicht begeistert davon. Ich ohne Laufen, wie soll das denn funktionieren, selbst mein einziges Tattoo bezieht sich darauf!
Ohne Laufen kann ich nicht richtig runterfahren, ich verarbeite beim Laufen meinen Alltag. Ich bin mir auch sicher, meine Umwelt findet mich ausgeglichener wenn ich laufe…

Eine wirkliche Diskussion habe ich mit meinem Physio nicht geführt, aber er kennt mich ganz gut und weißt wie schwer es mir fällt loszulassen und Anspannungen abzuwerfen. Deshalb kamen, glaube ich, nicht viele Gegenargumente, als ich genau die Punkte angeführt habe, um zu verdeutlichen, warum ich es nicht einfach sein lassen kann. Im Endeffekt hat er mir nahe gelegt, dass ich noch viel stärker an meiner Technik arbeiten muss. Das Laufen wird wohl mehr zur Nebensache werden und sobald wie möglich werde ich wieder intensiv ins Functional Training einsteigen.
Das ich das Thema Triathlon dann heute gar nicht mehr angesprochen habe, kann man dann jetzt vielleicht nachvollziehen…

Den Tag muss ich jetzt auf jeden Fall erstmal verdauen.

Kopf hoch
ein liebes Geschenk von einer Freundin

Alternativtraining

Strahlend schöne sonnige Wintertage! Perfektes Laufwetter! Und mir fällt es so schwer, die Beine still zu halten. Gestern hätte ich beinahe die Vernunft über Bord geschmissen um mal wieder eine schöne Seerunde zu drehen.

Ich hatte die Klamotten schon  an und hab dann gerade noch die Kurve gekriegt und bin ins Studio abgebogen.  Da hab ich dann 30 Kilometer auf dem Spinning-Rad abgestrampelt. Mit Frust in den Beinen und dem Tablet vor der Nase kann man aber ganz ordentlich treten, so viel hätte ich sonst vermutlich nicht geschafft. Die Pace (sagt man das beim Radeln überhaupt???) war mit 90rpm auch ganz ordentlich. Dementsprechend habe ich es auch endlich mal geschafft, beim Radeln den Puls etwas höher zu bekommen und auf einen Durchschnitt von 130 zu bringen. Im Anschluss hab ich mich und meine harten Waden noch über die Blackroll gequält.

Polar

Dank meinem Physio, Akupunktur,  Geduld (na ja) und der Tatsache, dass ich endlich wieder trainieren kann fühl‘ ich mich langsam wieder sicherer mit meinem Körper und kann besser einschätzen, wie weit ich gehen kann, ohne hinterher wieder tagelang Schmerzen zu haben.

 

Neue Disziplin und noch mehr schwarz-weiß Bilder

So jetzt ist es raus. Ich darf nicht mehr laufen. Eigentlich mach ich das schon die letzten drei Wochen nicht mehr. Aber ich habe mich erst gestern dazu entschließen können vom Marathon im April Abstand zu nehmen.

Mein Hausarzt und mein Orthopäde haben mir „verboten“ zu laufen bis ich quasi über ein Sixpack (Muskeln; nicht Bier) verfüge. Ich soll Rücken- und Bauchmuskulatur aufbauen, das es kracht „und wenn man mit Proteinen nachhelfen muss.“

Aber kurz Rückblende: where it all began.
Im Sommer hatte ich ja schon einmal mächtig Ärger mit dem Rücken. Das ging aber vorbei und ich war mir sicher jetzt endlich für längere Zeit ohne Physio auszukommen. –  Das hat genau bis Oktober funktioniert. Da fing es dann wieder langsam an. Der Rücken tat nach längeren Belastungen wieder ordentlich weh. Das Functional Training hab ich schnell wieder an den Nagel gehängt. Aber noch war ich mir sicher: Das bekomme ich selber wieder hin – bei soviel Physio und Krankengymnastik ist genug hängen geblieben. Im Dezember wurde es dann zum ersten Mal richtig schlimm. Ich bin zu meinen Hausärzten und habe andere Schmerzmittel verschrieben bekommen, denn Ibuprofen hatte keinerlei Wirkung. Das hat halbwegs gut funktioniert. Die Schmerzen besserten sich. Ich versuchte wieder etwas Functional mit ins Training einzubauen und habe mit Mobility angefangen und konnte die Schmerzmittel bald wieder weg lassen. Aber Anfang Januar wurde es dann so schlimm, das ich im Büro kaum noch sitzen konnte. Also doch ab zum Orthopäden. Von dort direkt zum Radiologen und damit zum Ergebnis: Mehrere Bandscheibenvorwölbungen die z.T. leicht auf die Nerven drücken  und das macht den Schmerz.  Nach Rücksprache mit Orthopäde und meinem Hausarzt heißt es jetzt also: Auf gar keinen Fall mehr laufen, erst den Schmerz zur Ruhe bringen und dann Muskeln aufbauen.

MRT
Was auch immer man hier sehen soll…

Bin ich frustriert? – Ja, die letzten Wochen habe ich beim Laufen nach langer Durststrecke endlich wieder Fortschritte gemacht. Ich fühlte mich gut und war davon überzeugt, den Marathon im April rocken zu können – vielleicht hätte ich sogar meinen besten Marathon laufen können. Und es war so harte Arbeit endlich wieder auf ein „anständiges“ Niveau zu kommen. Es nervt tierisch! – Die letzten Jahre musste ich so oft wieder von vorne anfangen. Jetzt kommt wieder so eine lange Laufpause und es gibt auch keine ernsthaften alternativen Möglichkeiten um die Form wenigstens im Ansatz behalten zu können. Zu Wissen, das man dann wieder durch die gleichen Phasen durch muss, wieder geduldig sein muss mit sich selbst und trotzdem nicht aufzugeben. – Ehrlich gesagt frage ich mich momentan schon, ob ich darauf nochmal Bock hab.

Ich reiß mich momentan schwer zusammen und hoffe, das mich mein Physio bald wieder trainieren lässt.  Nebenher versuch ich schon immer wieder alleine ein bisschen Sport zu machen, spür dann aber doch recht schnell die Grenzen dessen was schmerzfrei geht. Ich muss momentan meine härteste und verhassteste Disziplin lernen: Geduld.

Dran bleiben

Vor zwei Monaten habe ich wieder ernsthaft begonnen zu laufen. Vor zwei Wochen habe ich dann auch wieder mit dem Functional Training angefangen und Schwimmen versuche ich auch noch regelmäßig einzubauen.

Es ist so krass, wie einen Sport verändern kann. Jedes Mal wenn ich in den letzten drei Jahren länger pausiert habe / pausieren musste, hat es mich danach geflasht. Mich macht Sport wacher, aktiver, meine Einstellung verändert sich und ich fühle mich wieder selbstbestimmter und nicht mehr so gesteuert.
Genau das Richtige also, wenn man an die immer kürzer werdende Tage denkt. Außerdem steht bei mir in wenigen Tagen ein (interner) Jobwechsel an und ich weiß, dass ich dafür auf jeden Fall jedes Stückchen Energie das ich bekomme aufsaugen muss, denn bis Ende des Jahres werde ich zu den neuen Aufgaben auch meine Nachfolgerin einarbeiten und Teil 2 meines Kontaktstudiums beginnt.

Aber zurück zum Thema Sport: Momentan bin ich vor allem beim Laufen super fleißig! Mich hat der Ehrgeiz gepackt. Ich will wieder schneller werden. Das da die Intervalle manchmal auch wehtun gehört wohl dazu. Vor allen Dingen dann, wenn man merkt, dass man sich die Einheiten zu lange gemacht hat. Letzten Dienstag wollte ich 4×1000 Meter zwischen 5min und 5:30min laufen. Das war wohl ein bisschen drüber, ich muss zugeben, ich musste zwischendurch anhalten. Meine Beine und die Lunge kamen mit dem Kopf nicht mit. (Deshalb wiederhole ich die Intervalle jetzt auch nochmal, dann sollte wieder eine Steigerung drin sein.)

Intervall

Dafür lief der lange Lauf schon ganz gut und da machen sich die Intervalle langsam bemerkbar. Es wird langsam etwas besser und ich schaffe es meinen Puls unten zu halten und ziemlich gleichmäßig zu laufen.

langer Lauf

Nächste Woche will ich jetzt nochmal richtig Vollgas geben bevor dann eine Woche chillen und relaxen auf Rügen ansteht. Meine Reisebegleitung ist Nicht-Läuferin, weshalb sich die sportliche Betätigung auf Wandern und vielleicht ein bisschen Yoga beschränken wird.

Die Pausen-Woche will ich sowieso ca. alle sechs Wochen einfügen in der Hoffnung, dass ich danach dann wieder nen Push bekomme und jedes Mal ein Stückchen weiter voran komme und schneller werde.

Doping in der Ruhephase

Was für ein reißerischer Titel! Der ist mir echt gelungen.

Seit Mittwoch befinde ich mich in einer ca. einwöchigen Ruhephase. Ich hab die Weißheitszähne rausbekommen. Genauer gesagt kamen drei Weißheitszähne raus.
Ich bin froh, dass sie raus sind, aber schön ist trotzdem anders. Deshalb sitz, beziehungsweise lieg ich auf der Couch.
Und ja, ich gestehe, ich dope mich mit Schmerzmitteln. Zuerst war es nur Paracetamol jetzt bin ich bei Ibuprofen 800 angekommen. Aber es wird schon wieder besser und ich glaube fest daran, dass ich am Mittwoch nach dem Fädenziehen zumindest eine kleine Runde laufen gehen kann. (Denn ich leide schon unter Entzugserscheinungen)

Für alle Zartbesaiteten, jetzt nicht weiterscrollen – es kommt Blut:

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