Regeneration auf italienisch

Den Marathon hab ich gut überstanden, nur ein leichter Muskelkater im Oberschenkel, der am nächsten Tag schon wieder gut verschwunden war.

Jetzt war Regeneration angesagt. Die erste Woche nach dem Marathon verbrachte ich noch in Deutschland und mit Arbeiten. Dass das Wetter momentan so verrückt spielt hat mir ziemlich zu schaffen gemacht, diese ewige auf und ab geht ganz schön an die Substanz und ich war froh als die Woche um war und es hieß: Ab in die Toskana. – Eine Woche Luft holen unter der italienischen Sonne.

Nur wer denkt das hier nur relaxt wurde, ist noch noch nie mit 5 Läufern und 2 Triathleten unterwegs gewesen.
In Summe hieß das: Ich war 2x Trail laufen, 3x schwimmen und habe 100 Sonnengrüße gemacht.
Yoga

Natürlich kam aber auch la dolce vita nicht zu kurz: Es gab italienisches Eis, Pizza und unser veganer Organisator hat hervorragende mehrgängige Menüs gekocht (ja es gab auch toskanischen Wein, aber ich trinke seit fast einem Jahr keinen Alkohol mehr).
Die Sonne war uns ab Mitte der Woche auch sehr gewogen, so dass man es sich auch einfach hinter dem Haus oder am See gemütlich machen konnte um zu lesen, Musik zu hören oder einfach auch nur zu träumen.

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Wassernixe oder Walross

DruckSo, es ist Januar 2016.
Zeit sich an die ersten Vorhaben zu machen.
Ich laufe wieder – und habe schon die ersten langen Läufe hinter mir.
Es geht mir gut dabei, es tut nichts weh und es macht Spaß. Am Tempo hab ich allerdings noch so ein bisschen was auszusetzen. Da macht sich eben die Weihnachtszeit bemerkbar…
Heute ist mein langer Lauf allerdings rund 3,5km länger gewesen als ich das geplant hatte. Und das liegt witzigerweise ausgerechnet an der deutschen Bahn.
Laufen wollte ich rund 16km. (Ich habe meinem Physiotherapeuten vor Weihnachten versprochen es nicht zu übertreiben.)
Die Strecke sollte über die Bärenseen, am Birkenkopf vorbei über den Killesberg zum Nordbahnhof gehen. Von hier aus wollte ich dann mit der S-Bahn zurück zur Schwabstraße fahren.
Daran bin ich gnadenlos gescheitert – Die Automaten nehmen allesamt keine 20-Euro-Scheine und der nette, ältere Radfahrer hatte leider nicht genug Wechselgeld dabei. Tja, das habe ich dann als Zeichen dafür genommen, dass ich bis zum Hauptbahnhof laufen soll. Allerdings scheint es so, dass die Automaten alle kein 20-Euro-Scheine akzeptieren. Nur hatte ich hier die Chance am Kiosk das Geld zu wechseln und ich hab dann an der S-Bahn einen netten Bekannten getroffen mit dem ich mich dann bis zur Schwabstraße unterhalten konnte. Ich zieh‘ mir jetzt also mal das Positive da raus, dass die Bahn so unflexibel ist.

Aber was hat das alles mit Wassernixen und Walrössern zu tun? – Bis hierhin überhaupt nichts. Allerdings gehört der erste Teil genau so wie der nächste Teil, zu dem die Wassernixe beziehungsweise das Walross gehören, zu den Vorhaben fürs neue Jahr! Neben dem Vorhaben nochmal einen Marathon zu laufen will ich ja auch unbedingt noch/ wieder Kraulen lernen.

Und das Vorhaben ging gestern in die Vorrunde: Zum erste Mal wieder Bahnen schwimmen. Noch ohne Trainer. Wir wollen uns nicht komplett blamieren und machen die ersten Kraul-Wiederbelebungsversuche vorerst lieber alleine. Wobei… eigentlich gab es gar keine Kraulversuche, wir sind erstmal beim Brustschwimmen geblieben. Als ich versucht habe mal kurz die Beine und Arme in einer Art Kraultechnik zu bewegen haben sich meine Füße mit intensiven Krämpfen ziemlich deutlich dagegen gewehrt. Elegant wie eine Wassernixe war das wohl nicht, allerdings schwimmt ein Walross wohl auch besser. Ich bin eben eher mit Laufschuhen geboren als mit Flossen. Aber wir bleiben dran und bis sich die Füße mit den ungewohnten Anforderungen anfreunden wird eben mehr Brust geschwommen!