Personal Coach – Nur eine Möglichkeit seine Ziele zu erreichen?

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Trainer, ja oder nein?

Nadin von Eiswürfel im Schuh hat kürzlich einen Blog-Beitrag geschrieben zum Thema Trainer, und ob/warum es sinnvoll sein kann sich einen zu suchen.

Ich mache mir darüber Gedanken seitdem ich mehr will, als nur ein paar Kilometer zu joggen. Von dem Moment an, als ich meinen ersten Halbmarathon vor Augen hatte (bei dem ich nie angetreten bin, weil ich die Woche davor den Blinddarm raus bekommen habe) wollte ich dabei Unterstützung. Ich wollte sicher sein, das Training richtig und sinnvoll anzugehen. Damals hatte ich einen Trainingsplatz beim KRZ-Team gewonnen und war dadurch super ganzheitlich vorbereitet.

Als dann der erste Marathon gemeldet war, war mir klar, ich möchte den Weg nicht alleine gehen. Deshalb: Ich bin absolut PRO Trainer. Und das obwohl ich seitdem ich 16 bin laufe. Ich war immer unverletzt und ohne Trainer, Verein oder Sportstudio.

Die Hauptgründe die für mich dennoch für ein Training mit Trainer sprechen, sind

  1. Ich trainiere gezielter und damit spare ich Zeit und Einheiten, die mir keinen Fortschritt bringen.
  2. Es hilft mir Verletzungen vorzubeugen.
  3. Es hilft mir nach Verletzungen vernünftig zu trainieren und nicht Zielen hinterherzuhetzen, die mit Trainingsrückstand nicht mehr zu schaffen sind.

Nachdem im letzten Jahr klar war, dass ich meine Marathon- und Triathlonziele für 2018 begraben kann, war Sport bis März so ziemlich das unwichtigste überhaupt. Es ging von 200% ratz fatz auf 0%. Um mir da wieder einen Ausweg zu zeigen, brauchte es dann meinen Hausarzt und Sportmediziner, der mir einen Ausweg mit seiner Aussage schaffte: „Frau Müller, wenn Sie wieder laufen wollen, müssen Sie viel mehr Muskeln aufbauen! Und wenn wir mit Proteinen nachhelfen müssen. Außerdem sollten Sie sich einen Personaltrainer suchen, der Sie gezielt dabei unterstützt“ – Der Gedanke war also naheliegend, das Thema mit der Kraft nicht alleine anzugehen.

Von der ersten Kontaktaufnahme Ende Januar 2018 hat es dann dennoch bis Mitte August gedauert. Neben vielen Kleinigkeiten, die das ganze immer wieder aufgeschoben haben, war es vor allen Dingen mein „Schweinehund“ – ich wollte nicht mit jemandem trainieren, der mich eigentlich in einem ganz anderen Fitnesszustand kennt. (Max hatte mir schon geholfen die notwendige Kraft für den ersten Marathon aufzubauen – mein bis heute schnellster…) – Blödsinniger Gedanke im Nachhinein! Genau dafür brauchte ich ja Unterstützung, endlich wieder fit werden um sich in gewohnten Gefilden bewegen zu können. Seitdem ich das überwunden habe geht es langsam aber stetig bergauf.

Und deshalb hab ich demnächst quasi sogar drei Trainer:

  1. Max, der dafür sorgen soll, das mich mein Körper künftig wieder schmerzfrei durch die Gegend trägt und dafür, dass ich gezielt Muskulatur aufbaue.
  2. Ein Trainer als Hilfe und Unterstützung bei der Lauftechnik. Ab März will ich noch mehr Augenmerk auf die Lauftechnik legen. Bis dahin, muss ich neben mehr Rumpfstabilität (Trainer 1) einfach noch mehr Grundlagenausdauer erreichen. (Stichworte für die Arbeit mit Trainer hier: Trittfrequenz, Schrittlänge, Bodenkontaktzeit und vertikales Verhältnis). Hier unterstützt mich hoffentlich der Lauf-Flo, der bei den letzten Verletzungen immer als Aufbauhilfe in der Physio geholfen hat.
  3. Beim Schwimmen: Ich habe mich endlich überwunden, meine Hass-Disziplin anzugehen (und nein, es ist keine Love-Hate-Relationship, es ist nur Hass und Verzweiflung – egal, wie sehr ich versuche es mir schönzureden.) Ab März mache ich vier Wochen lang zwei Trainingseinheiten die Woche Schwimm-Technik-Training. Hoffentlich bin ich dann bis zur Freibadsaison so fit, dass ich die 50 Meter Bahn nicht mehr als Marathon empfinde…

Vielleicht ist es übertrieben gleich so ranzugehen, wenn man kein Profi-Sportler ist. Aber mit jedem Rückschlag (die gibt es leider immer noch regelmäßig) merke ich, dass es gut ist, wenn man beim Aufstehen nach jeder Unterstützung greift, die man bekommen kann.

Es nimmt mir die Angst im Umgang mit mir selbst. Ich kenne meinen Körper so nicht und das Training mit Trainer und Trainingsplan ist da einfach perfekt um mir die Unsicherheit zu nehmen. Außerdem sehe ich mit jedem neuen Trainingsplan, dass es Fortschritte gibt. – Auch wenn ich immer noch nicht das Gefühl habe, dass es so ist.

Meine persönliche Meinung ist also ganz klar. Trainer? – Ja, aber ich würde nicht mit jedem X-beliebigen trainieren. Abgesehen vom Schwimm-Trainer kennt mich jeder mit dem ich trainiere schon in unterschiedlichen Verfassungen und genau deshalb können sie mich am Besten unterstützen. Bequem ist das nicht immer, aber wie heißt es so schön:

„Life ist not meant to be lived in your Comfort-Zone“

Zum Schluss noch, ja, es ist ein teurer Spaß. Aber, und das musste ich auch auf die harte Tour lernen, die Krankenkassen lassen einen leider oft im Stich wenn man sie am nötigsten braucht. Um nicht wieder in die Situation zu kommen, Physiotherapien selber zahlen zu müssen ist die Investition in einen Trainer dann doch die 1. günstigere und 2. vorbeugendere Variante!

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